Kalkulation Selbstständigkeit



Um nicht kurz nach der Gründung eines neuen Unternehmens schnell an den Rand des Ruins zu gelangen, weil vielleicht doch mehr Kosten als erwartet auf den Gründer zukommen, sollte man in jedem Falle vorher eine Kalkulation der benötigten Kosten aufstellen.

Als erstes stellt sich die Frage nach dem Inventar, welches zum Beispiel bei der Eröffnung eines Backshops benötigt wird. Sicherlich werden hier nur neue Dinge erforderlich sein, so kann man einen Ofen oder auch das benötigte Geschirr durchaus gebraucht erstehen. Um das Warenangebot später optimal präsentieren zu können, werden Tabletts benötigt, vielleicht auch eine Kühltheke. Verpackungsmaterial darf nicht vergessen werden, usw.

Natürlich sind nicht nur derartige Dinge für die Kalkulation wichtig, sondern auch die jeweilige Miete für die Geschäftsräume darf nicht vergessen werden. Sollen Mitarbeiter eingestellt werden, so fallen Personalkosten an, die ebenso einkalkuliert werden müssen. Insbesondere in den ersten Monaten, in der eigentlichen Anlaufphase darf nicht vergessen werden, die eigenen Lebenserhaltungskosten mit zu berechnen, denn in der Regel wirft ein neu eröffnetes Geschäft nicht gleich zu Beginn soviel Geld ab, dass der Unternehmer davon schon leben kann.

Es ist also in jedem Falle unglaublich wichtig, sich schon weit vor der eigentlichen Gründung des Geschäfts mit dem Kapitalbedarf auseinanderzusetzen. Hierzu wäre es ratsam einen so genannten Kapitalbedarfsplan zu erstellen. Beispiele hierfür findet man im Internet auf verschiedenen Webseiten. In einem solchen Plan wird wirklich genau ermittelt, wie viel Kapital der Existenzgründer nach Abzug des Eigenkapitals noch aufbringen muss. Dieser Kapitalbedarfsplan sollte auch einen Liquiditätsplan enthalten, an welche Banken bei der eventuellen Vergabe von Krediten einsehen können, wie dieser dann getilgt werden soll.